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Notwendige Führungsentscheidungen für erfolgreiche M&A-Transaktionen

Vier Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Nachhaltiges Wachstum und signifikante Ergebnisverbesserungen sind die primären Treiber der meisten M&A-Aktivitäten. Die Realität ist jedoch ernüchternd: Der Harvard Business Review schätzt, dass 70 bis 90 % der Transaktionen und Fusionen ihre gesteckten Ziele verfehlen. 

Prophet ist der Frage nachgegangen, welche Ursachen diesem Scheitern zugrunde liegen und welche Hebel notwendig sind, um Zusammenschlüsse nachhaltig erfolgreich zu gestalten. Hierzu haben wir Unternehmen des S&P Composite 1500 analysiert und zunächst 179 Unternehmen identifiziert, die zwischen 2019 und 2024 ihre Branche durch außergewöhnliches Wachstum outperformt haben. Diese Gruppe – wir nennen sie „Uncommon Growth Companies“ – erzielte ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 27 % und hob sich damit deutlich von ihren Peers ab, die lediglich auf 6 % kamen.

Im nächsten Schritt untersuchten wir jene Unternehmen dieser Gruppe, die im Betrachtungszeitraum M&A-Transaktionen abgeschlossen und erfolgreich integriert haben. Unser Ziel war es zu verstehen: Was machen diese Unternehmen anders? 

Die Analyse zeigt: In den wenigsten Fällen war die Transaktion selbst das Erfolgsgeheimnis. Vielmehr zeichneten sich die Gewinner durch eine konsistente Strategie und eine konsequent gelebte Integration aus. Für „Uncommon Growth Companies“ ist M&A kein einmaliges Ereignis, das mit dem Closing endet. Im Fokus steht das Ziel, ein Unternehmen zu schaffen, das in der Summe seiner Teile relevanter, leistungsfähiger und besser positioniert ist als die Ursprungsentitäten für sich allein. M&A wird so zum Katalysator für außergewöhnliches Wachstum

Wir haben vier konkrete Erfolgsfaktoren isoliert, mit denen diese Unternehmen nachhaltigen Wert generieren: 

1. Den „Value Case“ frühzeitig formulieren: Klarheit durch ein starkes Narrativ

Erfolgreiche M&A-Transaktionen geben dem Markt einen triftigen Grund für Interesse und Vertrauen. Sie formulieren frühzeitig eine prägnante Wertgeschichte (Value Story), die erklärt, warum die Transaktion stattfindet, welche strategischen Horizonte sie eröffnet und wie sie das fusionierte Unternehmen attraktiver macht. Die überzeugendsten Narrative sind dabei weder abstrakt noch rein finanziell getrieben. Sie benennen konkret die Kernkompetenzen, Synergien in angrenzenden Geschäftsfeldern oder den Plattformvorteil, den die Transaktion schafft. 

Diese Klarheit schafft Vertrauen bei Investoren und bietet Mitarbeitenden Orientierung. Sie werden in die Lage versetzt, den Mehrwert gegenüber Kunden und Markt souverän zu kommunizieren. Bleibt die Wertgeschichte vage oder zu technisch, verlagert sich die Aufmerksamkeit der Organisation schnell auf operative Details, während Wachstumschancen ungenutzt bleiben. 

Herausragende Beispiele zeigen, dass M&A mehr leisten kann als bloße Umsatzsteigerung: Sie können die Marktposition neu definieren. So nutzte Xylem die Übernahme von Evoqua, um sich vom Ausrüster zur breit aufgestellten Plattform für Wassertechnologie und Dienstleistungen mit wiederkehrenden Umsätzen zu transformieren. Nasdaq wiederum startete mit der Akquisition von Adenza den Wandel vom reinen Marktbetreiber zum wachstumsstarken, softwareorientierten Finanztechnologie-Unternehmen. In beiden Fällen stärkten die Transaktionen das Narrativ hinsichtlich Wachstumsqualität und Margenpotenzial. 

2. Markenportfolio und Architektur gezielt steuern

Unklare Markenportfolios verursachen Reibungsverluste: Sie verwirren Kunden, schwächen den kommerziellen Fokus, führen zu Doppelinvestitionen und verlangsamen die Integration. Erfolgreiche Unternehmen legen daher frühzeitig fest, wie die Markenarchitektur künftig aussieht: Welche Marken werden integriert, welche bleiben eigenständig und welche spezifische Rolle übernimmt jede Marke im Wachstumsmix? 

Eine präzise geführte Markenarchitektur schafft Struktur im Angebot, hilft der Führung bei der Priorisierung von Investitionen und gibt der Organisation einen Rahmen für den Aufbau oder die Verschmelzung von Einheiten. Dabei wird die Architektur als lebendiges System verstanden, das aktiv gesteuert wird. 

Unsere Analyse zeigt, dass „Uncommon Growth Companies“ diese Entscheidungen intentional treffen. Home Depot behielt die Marke SRS und deren Geschäftsmodell bei, was 2024 massiv zum Umsatz beitrug. Extra Space hingegen konsolidierte seine Marken unter einem Dach, da zwei Marken keinen strategischen Zusatznutzen boten. Die UBS traf mit der vollständigen Einstellung der Marke Credit Suisse die radikalste Entscheidung. Der gemeinsame Nenner ist nicht die Anzahl der Marken, sondern die bewusste Entscheidung und deren konsequente Umsetzung. 

3. Marke als Betriebssystem verstehen, nicht als Kommunikation

In erfolgreichen M&A-Prozessen ist die Marke keine kosmetische Hülle, die erst in der Spätphase der Integration relevant wird. Sie fungiert von Beginn an als „Betriebssystem“: Eine Leitidee, die geschäftliche Ambitionen, Marktvertrauen und interne Ausrichtung verzahnt. Sie definiert, wofür das Unternehmen steht und wie Entscheidungen über alle Funktionsbereiche hinweg – von HR über Vertrieb bis zur Produktentwicklung – getroffen werden. 

In dieser Rolle prägt die Marke die Integration, anstatt sie nur zu visualisieren. Sie gibt die Richtung vor, wie Unternehmensteile verzahnt werden und weckt Vertrauen bei allen Stakeholdern. Richtig umgesetzt, wird die Transaktion so zu mehr als einem rein juristischen oder finanziellen Akt: Sie liefert die verbindende Logik für Wachstum. 

Carrier etwa positionierte Viessmann gezielt als führende Marke und Plattform für nachhaltige Klimalösungen. Die UBS nutzte trotz hoher Komplexität das Markennarrativ „Banking is our Craft“, um die Reputation während der Migration der Credit Suisse zu schützen und das Kundenportfolio stabil gegen Abwanderung abzusichern.

4. Kultur und Performance strategisch synchronisieren

Die Unternehmenskultur ist eines der schärfsten Trennkriterien zwischen Transaktionen, die neue Dynamik entfachen, und solchen, die Wert vernichten. Auch wenn kulturelle Effekte kurzfristig schwer messbar scheinen, zeigen sie sich operativ sehr schnell: Die Wertschöpfung stockt, wenn die Führung unklar agiert oder Verhaltensweisen kollidieren. Umgekehrt beschleunigt ein kohärentes, zielgerichtetes Umfeld die Integration erheblich. 

Kultur darf daher keine Nebensache sein, sondern muss als Katalysator begriffen werden. Die Unternehmensleitung muss die Werte und Arbeitsweisen aktiv vorgeben, die das neue Unternehmen leiten sollen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird eine starke, gelebte Kultur zum echten Wettbewerbsvorteil im Kampf um Talente. 

Unternehmen wie Xylem, Emerson und Globus Medical haben bewiesen, wie sich Investitionen in eine starke Kultur auszahlen. Sie machten kulturelle Integration messbar und erzielten so frühzeitig Synergien und eine starke Performance nach dem Closing. Ein effektives Kulturmanagement steigert die Wahrscheinlichkeit der Wertrealisierung signifikant.


Abschließende Gedanken

M&A-Transaktionen sind kein Garant für nachhaltiges Wachstum. Oft bleiben sie hinter den Erwartungen zurück. Unsere Studie zeigt jedoch, dass bewusste, intentionale Führungsentscheidungen die Erfolgsaussichten fundamental verbessern: Wofür steht das neue Unternehmen? Nach welchen Prinzipien wird gearbeitet? Welches Erlebnis wird Kunden und Mitarbeitenden geboten?  

Wenn Führungskräfte diese Fragen frühzeitig beantworten und die Antworten konsequent umsetzen, werden M&A-Transaktionen zu einer kraftvollen Plattform für außergewöhnliches und nachhaltiges Wachstum.

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Zwischen Sehnsucht und Sicherheit: Was den Premium- und Luxusreisemarkt 2026 prägt

Vier Generationen, sechs Ansätze für den Luxusreisemarkt.

In einer Welt, geprägt von Polykrisen, Klimawandel und digitalem Umbruch, suchen Premium-/Luxus-Kunden längst mehr als nur ein Reiseziel. Im Mittelpunkt stehen Stabilität, mentale Entlastung und – paradoxerweise – eine neue Sehnsucht nach Einfachheit und Entkomplexierung, die in diesem Segment lange als überholt galt.

Die aktuelle Sonderauswertung der „Konsumgenerationen 2026“ von Prophet zeigt deutlich: Der Luxusmarkt bleibt ein „Fels in der Brandung“, mit anderen Worten: ein stabiles Segment in einem ansonsten volatilen Umfeld. Während der Gesamtmarkt stagniert, planen 39 % der Premium-/Luxus-Kunden, ihre Ausgaben im Jahr 2026 weiter zu steigern. Doch wer diese kaufkräftige Zielgruppe erreichen will, muss verstehen: Die Definition von Luxus hat sich grundlegend verändert.

Key Highlights.

Ein Paradigmenwechsel: Sicherheit und Substanz statt Status

Vor Kurzem haben wir in unserem Artikel „Warum Sicherheit im Premium- und Luxusmarkt heute wichtiger ist als Status“ gezeigt: In unsicheren Zeiten wird die Verlässlichkeit einer Marke zum eigentlichen Luxusgut. Die aktuellen Studiendaten bestätigen diese Entwicklung eindrucksvoll – und zeigen, wie tiefgreifend sich das Verständnis von Premium und Luxus weiter verschiebt.

Sicherheit bedeutet heute nicht mehr nur physischen Schutz, sondern auch psychische Entlastung und verlässliche Klimabedingungen sowie einen wohldosierten menschlichen Zugang statt des Gefühls, anonymer Technik oder KI ausgeliefert zu sein. Dies spiegelt sich in sechs Kernbeobachtungen wider:

  1. Premium-/Luxus-Kunden bleiben der „Fels in der Brandung“: Trotz wirtschaftlicher Volatilität ist die Ausgabebereitschaft stabil.
  2. Mental Wellness wird zum zentralen Treiber: Reisen dienen zunehmend der inneren Balance und Regeneration. Während 56 % körperliche Erholung suchen, streben fast ebenso viele, nämlich 55 %, nach innerer Balance und Sinnfindung.
  3. „Coolcation“ wird Mainstream: Der Klimawandel lenkt Reisende gezielt in kühlere Destinationen. Ganze 39 % aller Luxusreisenden wählen 2026 gezielt kühlere Destinationen oder Reisezeiten, um der Hitze zu entgehen. Bei den Millennials sind es sogar 44 %.
  4. Luxuskreuzfahrten bleiben auf Wachstumskurs: Mit 36 % aktivierbarem Potenzial bieten sich weiterhin Chancen für neue Angebote – insbesondere für die Ü40-Zielgruppe.
  5. Die Pauschalreise erlebt ein Comeback: Besonders jüngere Zielgruppen schätzen Einfachheit und Planbarkeit.
  6. Tech & Touch wird zum Standard: Anspruchsvolle Kunden nutzen KI und digitale Services – gleichzeitig bleibt persönlicher Kontakt ein zentraler Vertrauensanker.

Nachhaltigkeit bleibt relevant, verliert jedoch an Priorität: Die Bereitschaft von Premium-/Luxus-Kunden, dafür einen Aufpreis zu zahlen, ist seit 2020 von 51 % auf 39 % gesunken. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei der Bereitschaft aus, das eigene Reiseverhalten anzupassen (von 45 % auf 30 %).

Von der Erkenntnis zur Umsetzung: Was das für Marken bedeutet

Für Anbieter im Travel-&-Hospitality Bereich ergeben sich aus diesen Erkenntnissen klare Handlungsfelder. Wer im Jahr 2026 erfolgreich sein will, muss seine Strategie an diesen sechs Implikationen ausrichten:

  1. Premium-/Luxus-Kunden: Sie erweisen sich im Krisenjahr 2026 als das wohl widerstandsfähigste Segment mit nach wie vor hoher Ausgabebereitschaft. Dieses Segment gezielt zu bearbeiten, erfordert eine präzise Kenntnis, wie Premium und Luxus funktionieren. Dies reicht von Markeninszenierung über Luxury Codes bis hin zu sehr unterschiedlichen Ausprägungen von Luxus.
  2. Substanzielle Neuausrichtung auf Mental Wellness: Wellness ist kein Spa-Zusatz mehr, sondern ein Kerntreiber. Unternehmen müssen Produkte entwickeln, die „Re-Charging“ für die Seele bieten – von Retreats bis hin zu Digital-Detox Angeboten.
  3. Produktinnovation „Coolcation“:  Nachhaltigkeit verliert an Zugkraft, aber der Klimawandel rückt auf andere Art und Weise in den Fokus. Anbieter müssen attraktive Angebote in kühleren Regionen schaffen und aktiv vermarkten.
  4. Immer noch gibt es 36 Prozent aktivierbares Potenzial in der Luxuskreuzfahrt. Für die Anbieter ein Call to Action immer neue, smartere Wege zu finden, dieses Potenzial zu heben. Und für die, die diesen Markt noch nicht bearbeiten, möglicherweise das Signal, diese Entscheidung zu überdenken. Dies möglicherweise mit einem innovativen Angebot für die U45-Zielgruppe. 
  5. Repositionierung der Pauschalreise: Wenn das Leben mühsam ist, darf die Reise einfach sein. Die Pauschalreise muss als „High-End-Convenience-Produkt“ entstaubt werden, um die Sehnsucht nach Stressfreiheit und Entkomplexierung zu bedienen.
  6. Hybrid-Modelle (Tech & Touch): Die Branche muss Convenience und Vertrauen neu austarieren. Während KI-Tools insbesondere bei jüngeren Zielgruppen Effizienz schaffen – etwa bei 34 % der Gen Z –, zeigt sich auch bei älteren Zielgruppen eine hohe Relevanz von persönlichem Service: Baby Boomer legen mit rund 50 % sogar mehr Wert darauf als die Gen Z. Gleichzeitig bleibt der menschliche Kontakt entscheidend für Vertrauen und Orientierung.


Abschließende Überlegungen

Der Luxusreisemarkt 2026 ist kein Markt der Extravaganz, sondern ein Markt der Resilienz. Marken, die es schaffen, Komplexität zu reduzieren und echte emotionale Sicherheit zu bieten, werden die Gewinner sein.

Download
Konsumgenerationen 2026
Deep Dive „Travel & Hospitality“ Premium und Luxus zwischen Wachstums-Drive & (Poly-)Krise

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Vielen Dank für Ihr Interesse an der Studie von Prophet!

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Strategische Neuausrichtung: Partnerprogramme als Taktgeber der Marktentwicklung

Wie Partnerprogramme die Marktbearbeitung der Bauzulieferindustrie neu definieren

In der deutschen Bauzulieferindustrie vollzieht sich ein stiller, aber tiefgreifender Wandel: Partnerprogramme für das Handwerk haben sich von reinen Loyalitäts-Tools zu einem der zentralen strategischen Instrumente entwickelt. Die Programme der Zukunft sind keine Prämienkataloge mehr, sie fungieren als Datenmotor der Marktentwicklung. Und, die Einbettung von Künstlicher Intelligenz (KI) wird Bedeutung und Relevanz dieser Systeme nochmals signifikant erhöhen.

Status Quo: Vom Standard zur strategischen Notwendigkeit

Ein Blick auf die aktuellen Marktbearbeitungsmodelle zeigt eine flächendeckende Etablierung der Partnerprogramme: ob Buderus, Viessmann oder Wolf im Bereich der Wärmeerzeugung, Geberit, Hansgrohe oder Villeroy & Boch im Sanitärsegment, Gira und Busch-Jaeger in der Elektroinstallation oder Caparol, Sto, Knauf und Wedi bei Baustoffen – Partnerprogramme für Verarbeiter sind heute industrieller Standard.

Was sich jedoch verändert hat, ist ihr strategisches Gewicht. Das klassische Modell, Punkte sammeln und gegen Sachprämien wie Kaffeemaschinen oder Werkzeuge einzulösen, hat als alleinige Mechanik ausgedient. Es mag ein Bestandteil bleiben, verliert aber seine Rolle als Kern des Systems. An seine Stelle tritt ein multidimensionales Unterstützungsmodell, das konsequent an den akuten Engpässen von Handwerksbetrieben ansetzt: Wissensmanagement & technische Systempartnerschaften, priorisierter Servicezugang und Differenzierung im Wettbewerb, Unterstützung bei der Lead-Generierung sowie Status-Level als Außenwirkung bei gewerblichen und privaten Endkunden. 

Transmission der Organisation: Marketing, Vertrieb und Service – synchronisiert!

Die eigentliche strategische Relevanz dieser Programme liegt in einer Funktion, die öffentlich selten thematisiert wird: Ein modernes Partnerprogramm agiert als Transmissionsriemen. Es synchronisiert drei Funktionsbereiche, die in vielen Industrieunternehmen noch immer in Silos agieren:

  • Vertrieb: Nutzt das Programm als Abschlussanreiz und zur Konzentration der Markenanteile beim Partner.
  • Marketing: Verwendet die Datenbasis als Fundament für präzise Segmentierung, Kampagnensteuerung und Markenbindung.
  • Service (After-Sales): Differenziert über das Programm priorisierten Support, technische Trainings und spezifische Dienstleistungsangebote.

Das Ergebnis ist im Idealfall ein integriertes, gemeinsames Steuerungssystem für die gesamte Marktbearbeitung.

Evolution der Bindung: Vom Prämienkatalog zum KI-gestützten Framework

Solche modernen Programme folgen einer messbaren betriebswirtschaftlichen Logik: KPI-Dashboards, Echtzeit-Datenanalysen und ein Business-Case-basiertes ROI-Modell. Ziel ist es, eine messbare Korrelation zwischen Programmaktivität und wirtschaftlichem Erfolg nachzuweisen.

Der Quantensprung liegt in der Präzision: Der Außendienst erhält Einblicke in das Kaufverhalten, die Trainingsbeteiligung und das Potenzial seiner Partner. Das Marketing kann Triggerbasierte Kommunikation in Echtzeit aussteuern. In einer Marktphase, in der Wachstum zunehmend über Verdrängung und Effizienzsteigerung in der Marktbearbeitung generiert wird, werden diese Programme zum Nukleus der Marktentwicklung. Die Verknüpfung von Transaktions-, Lern- und Servicedaten zu einem integrierten Partnerbild bildet die Basis für eine potenzialorientierte Steuerung.

Fazit: Strategisches Management-Tool statt Bonusheft

Für die Bauzulieferindustrie bedeutet dies eine neue Kurssetzung: Programme, die lediglich Umsätze messen, verspielen ihr Potenzial. Zukunftsfähige Mechaniken gehen tiefer und erfassen  beispielsweise: Welche Partner bauen aktiv Systemexpertise auf? Welche Partner nutzen die Herstellermarke aktiv in ihrer Vermarktung ein? Wer setzt die digitalen Tools des Herstellers ein? Welcher Betrieb sichert durch Nachwuchsförderung seine eigene Zukunft?

Diese Daten ermöglichen eine personalisierte und priorisierte Marktansprache –  nicht als Selbstzweck, sondern als notwendige Antwort auf den Marktdruck: In stagnierenden Märkten muss Wachstum durch Präzision und Verdrängung generiert werden.

Die Chance für beide Seiten

Verarbeiter finden mit den Programmbetreibern Partner, welche die unternehmerischen Herausforderungen – von der Digitalisierung bis zum Fachkräftemangel – verstehen und lösen. Für Hersteller entsteht eine steuerbare Kundennähe, die weit über die reine Produktloyalität hinausgeht. Wer als digitaler Infrastrukturpartner im Alltag des Handwerkers verankert ist, schafft Wechselbarrieren, die ein Wettbewerber nicht allein über ein „besseres Produkt“ oder den Preis kompensieren kann.

 


Abschließende Gedanken

Die entscheidende Frage für Hersteller im Jahr 2026 lautet daher nicht, ob sie ein Partnerprogramm haben, sondern ob dieses als strategisches Management-Instrument wirkt: nach außen hin zu den Verarbeitern und nach innen ins eigene Unternehmen.

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Vom Kostenfaktor zum Wertschöpfer: Das neue Zusammenspiel für CMOs in DACH

Drei Faktoren, die über den Erfolg des Marketingmandats entscheiden 

Die Rolle des Chief Marketing Officer (CMO) war noch nie so anspruchsvoll und zugleich so essenziell wie heute. Von CMOs wird erwartet, dass sie unmittelbares Wachstum generieren und dabei den Spagat zwischen operativen Anforderungen und zukunftsweisenden strategischen Initiativen meistern. Die Geschwindigkeit, mit der KI-Technologien Einzug halten, hat den Druck zusätzlich erhöht.  

In unserem aktuellen CMO-Report beleuchten wir die wesentlichen Veränderungen, die die heutige Marketinglandschaft prägen. Während der CMO-Report eine globale Perspektive einnimmt, zeigt unsere Arbeit in der DACH-Region, dass CMOs hierzulande vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen – wobei einige Themen eine ganz eigene Dringlichkeit aufweisen.  

Im Folgenden ordnen wir die zentralen Ergebnisse für den deutschsprachigen Raum ein. Drei Formen des Zusammenspiels werden für den Erfolg von CMOs künftig entscheidend sein: 

Das Zusammenspiel von CEO und CMO

Besonders in der B2B-Welt, die seit jeher ein Eckpfeiler der DACH-Wirtschaft ist, wurde Marketing lange Zeit eher als Kostenfaktor betrachtet denn als Wertschöpfungsquelle. Dies gilt nicht zuletzt für die zahlreichen deutschen „Hidden Champions“: In einem Umfeld, das von Produktqualität und Ingenieurskunst geprägt ist, hatte Marketing traditionell einen schweren Stand – besonders gegenüber dem Vertrieb. 

Das sich wandelnde Marktumfeld setzt DACH-CMOs weiter unter Druck, gibt ihnen aber auch die Chance, ihren strategischen Wert neu zu beweisen. Die heutige Marketinglandschaft ist komplexer, aber auch datengestützter als je zuvor. Erfolgreiche CMOs verschaffen sich Respekt, indem sie diese Komplexität in messbare Ergebnisse übersetzen. Sie gewinnen an Einfluss durch Resultate statt durch Rhetorik. Dabei spielt sinnvoll eingesetzte KI eine Schlüsselrolle (bspw. für ein tieferes Kundenverständnis, vorausschauende Trendanalysen oder effizienteren Umgang mit Ressourcen), um Unternehmen fit für das Jetzt und die Zukunft zu machen. 

Wie wir bei Prophet beobachten konnten, bleibt die CEO‑CMO‑Beziehung auch in DACH das Fundament. Die effektivsten Partnerschaften zwischen CEO und CMO basieren dabei auf gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamen Zielen und echter Wertschätzung für die Expertise und den Verantwortungsbereich des jeweils anderen. 

Das Zusammenspiel von Marke und Nachfrage

Der Spagat zwischen kurzfristigem Verkaufsdruck und langfristiger Markenführung bleibt eine zentrale Herausforderung – in DACH ebenso wie weltweit.  

Auch hier können CMOs kurzfristiges Denken aufbrechen: Während Trendantizipation (auch über KI) eher langfristig wirkt, liefern Tools wie „Synthetische Personas“ auch kurzfristig konkrete Resultate – indem Produkt- und Serviceinnovationen schneller getestet und noch vor der Markteinführung verbessert werden können. 

Eine bewusstere Integration von Brand und Demand liefert beides: kurzfristiges Wachstum und langfristige Markenstärke. Denn letztlich speist der Markenwert (Brand Equity) die Performance-Ergebnisse und steigert den ROI über den gesamten Funnel hinweg signifikant, wie globale Studien von Prophet zeigen.  

Viele DACH-Marken verfügen über einen oft unterschätzten Vorteil: eine starke Equity, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde – getragen vom Qualitätsversprechen hinter „Made in Germany“ oder „Made in Switzerland“. Auch wenn dieses Versprechen in einer sich deglobalisierenden Welt unter Druck gerät – dieses Kapital leichtfertig aufzugeben, wäre kurzsichtig. 

Das Zusammenspiel im Unternehmen übers Marketing hinaus

Unserer Erfahrung nach haben insbesondere Organisationen in der DACH-Region in der Vergangenheit sehr fokussierte und spezialisierte „Centers of Excellence“ geschaffen und diese erfolgreich genutzt. Doch diese eher starren, dezentralen Organisationssilos – ob nach Produktlinien, Ländern oder Funktionen gegliedert – sind in einem Marktumfeld, das von globalen Marken und komplexen Kundeninteraktionen geprägt ist, nicht mehr effektiv, wie David Aaker, Vice Chairman von Prophet, betont. 

Speziell für die vielen global agierenden DACH-Unternehmen, sowohl Blue Chips als auch Hidden Champions, bedeutet dies eine große Umstellung. Der Aufbau bereichsübergreifender Teams liegt diesen hochspezialisierten Organisationen nicht im Blut, ist in der heutigen Welt jedoch ein Muss.  

Ebenso wichtig: gemeinsamer Zugriff auf dieselben Daten und gemeinsame Planungsprozesse zur Abstimmung von Zielen und Strategien. KI kann hier eine Brücke schlagen, indem Erkenntnisse nicht in organisatorischen Silos verbleiben, sondern über Abteilungsgrenzen hinweg geteilt werden. Nicht zuletzt braucht es Marketingprogramme, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit nicht nur erfordern, sondern aktiv fördern. 


Abschließende Gedanken: Fortschritt statt Perfektion

Für Marketingverantwortliche in DACH ist die Welt 2026 nicht einfacher geworden. Es gilt, sich in einem Umfeld des ständigen Wandels mit Klarheit, Kreativität und Überzeugung zu behaupten. Gerade hier, wo das Streben nach Perfektion tief in den Organisationen verwurzelt ist, braucht es ein Umdenken – sowohl bei CMOs als auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen auf C-Level: Weg von der Suche nach Perfektion, hin zum kontinuierlichen Fortschritt. 

Wer Brand und Demand integriert, Silos aufbricht und technologische (und KI-gestützte) Tools und Methoden besser zu nutzen, legt den Grundstein für eine vertrauensvolle CEO-CMO-Partnerschaft – eine, von der die gesamte Organisation profitiert. 

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Das Prefabrication-Paradoxon – von Anspruch zu Wirklichkeit

Prophet’s Kompetenzprojekt 2026 zeigt Lösungsansätze für Hersteller in der Bauzulieferindustrie, um das Prefabrication-Paradoxon zu überwinden und die prognostizierten Chancen im Prefabrication-Markt nachhaltig zu aktivieren.

Das Spannungsfeld: Chancen erkannt, Umsetzung begrenzt

Prefabrication und modulares Bauen gewinnen in der deutschen Bauzulieferindustrie kontinuierlich an Bedeutung. Vorgefertigte Bauteile und Systeme versprechen verkürzte Bauzeiten, höhere Prozesssicherheit und gleichbleibende Qualitätsstandards – technologisch durchaus erreichbar. Gleichzeitig behindern mangelnde Standardisierung, fragmentierte Datenflüsse und fehlende End-to-End-Prozesse eine flächendeckende Umsetzung in der Praxis.

Dieses Spannungsfeld wird durch unsere aktuelle Studie im Rahmen des 13. Prophet Kompetenzprojekts 2026 eindrucksvoll bestätigt:  

97 % der befragten Hersteller erwarten in den kommenden 3–5 Jahren ein deutliches Marktwachstum für Prefab in Deutschland. Etwa 90 % wissen auch, welche Bausteine und Kompetenzen für Erfolg nötig sind. Doch hier zeigt sich die Realität: Derzeit erzielen diese Unternehmen im Schnitt weniger als 5 % ihres Umsatzes mit Prefab-Lösungen. Noch drastischer: Nur rund 40 % investieren aktuell systematisch in die entsprechenden Kompetenzen (Engineering, BIM, Key Accounting, spezialisierte Teams).

Trotz dieser eher abwartenden Haltung hat unser Kompetenzprojekt gezeigt, dass bereits diverse Pilotansätze getestet werden. Diese lassen sich in zwei Grundmodelle einordnen::

  • Eigene Vorfertigung: Montagegerechte Komponenten im eigenen Werk – von werksseitig konfektionierten Wandelementen bis hin zu vorgefertigten Sanitär-, Fenster- oder Lüftungslösungen. Vertrieb erfolgt über bestehende mehrstufige Kanäle zu bestehenden Kunden.
  • (Vor-)Fertigung für Vorfertiger: Von projektbezogenen Belieferungen bis zu integrierten Partnerschaftsansätzen mit Fertighausherstellern oder Modulbauern – mit einzelnen Produkten, Baustoffen oder vorkonfektionierten Systemen. Wir sehen hier neue Geschäftsmodelle entstehen.

Ein Zeichen für Bewegung, aber noch keine skalierbare Marktbearbeitung: Viele dieser Piloten bleiben isoliert und werden nicht systematisch in die Geschäftsmodelle integriert.

Ein breites Phänomen – was durchaus auch international gedacht werden muss

Was unser Kompetenzprojekt zudem offenbart hat: Der DACH-Raum und Nordeuropa sind für Prefabrication Innovationstreiber und attraktive Wachstumschancen zugleich. Besonders bemerkenswert: Der Trend beschränkt sich nicht auf Neubau. Im Bestandsbau gewinnen modulare Konzepte und vorgefertigte Haustechnik-Module rasant an Bedeutung – von schnellen energetischen Sanierungen bis hin zu temporären Aufstockungen. Wer diese Chancen frühzeitig nutzt, sichert sich Marktanteile in einem wachsenden Segment.

Perspektive wechseln: Anforderungen der Vorfertiger verstehen und bedienen

Um diese Wachstumschancen systematisch zu nutzen, kommt es jetzt darauf an, die vielversprechendsten Prefab-Teilmärkte zu identifizieren, die Bearbeitung fest im Geschäftsmodell zu verankern und Pilotprojekte skalierbar zu strukturieren. Entscheidend: die Bedürfnisse der Zielgruppen – Fertighausherstellung, Modulbau, serielle Sanierung – wirklich zu verstehen.

Genau hier haben wir angesetzt. Wir haben mit ausführlichen Tiefen- und Expertenintervies Einkäufer, Techniker und Produktionsverantwortliche bei Vorfertigern und Vorfertigungsunternehmen befragt, um ihre Anforderungen an Hersteller und ihre kritischen Erfolgsfaktoren zu identifizieren und zu verstehen.

Die Ergebnisse sind konkret und handlungsorientiert: Von den Anforderungen an die vertriebliche Betreuung durch den Hersteller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bis hin zu Systemkompatibilität und Montagetauglichkeit, Liefersicherheit und Just-in-Time-Logistik, BIM-Reife oder Zulassungskompetenz – nur um einige zu nennen.

Diese Faktoren bilden den Kompass für echte Prefab-Strategien.


Unser Vorgehensmodell: Von Erkenntnis zu Aktion

Basierend auf diesen tiefgreifenden Erkenntnissen aus unserem Kompetenzprojekt mit Herstellern, und unserer Studie mit Fertigbauern, Systembauern und Modulbauern haben wir eine zukünftige Wachstumsstrategie für Hersteller in der Bauzulieferindustrie entwickelt. Sie basiert auf konkreten und relevanten Maßnahmen und befähigt Hersteller, ihren Markt gezielt und systematisch zu bearbeiten.

Unser Modell unterstützt Sie dabei:

  • Chancen identifizieren: Relevanteste Prefab-Potenziale in Deutschland, im europäischen Ausland und in den unterschiedlichen Marktsegmenten (z.B. Wohnungsbau, Gewerbebau, Sanierung, Neubau) für Ihr Produktportfolio bewerten und Marktchancen identifizieren
  • Anforderungen der Vorfertiger in Go-to-Market-Maßnahme übersetzen: Zielgruppen-spezifische Bedürfnisse in konkrete Produktstrategien, Marktbearbeitungsprozesse und Geschäftsmodelle übersetzen, um Chancen zu monetarisieren
  • Organisation aufbauen: Notwendige Kompetenzen, Teams und Marktbearbeitungsstrukturen aufbauen, um Prefab nachhaltig in Ihrem Unternehmen zu verankern


Abschließende Überlegungen

Wir begleiten Sie mit klaren Analysen, strategischen Ansätzen und einem tiefgreifenden Verständnis für die Anforderungen Ihrer Zielgruppen – damit aus Chancen echte, skalierbare Geschäftsmodelle werden.

Haben Sie Fragen? Wir freuen uns, mit Ihnen zum Thema Prefab in den Dialog zu treten.

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Wie KI Synthetic Personas zum neuen Wettbewerbsvorteil in der Hotellerie werden  

Highlights der ITB Berlin.

Auf der diesjährigen ITB Berlin wurde die Dimension der globalen Reiseindustrie greifbar: 5.800 Aussteller aus mehr als 170 Ländern trafen auf über 160.000 Besucher. Das Branchen-Ökosystem kam hier zusammen, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen: Tourismus verbindet und baut Brücken.

In diesem Jahr stand für viele Teilnehmer eine Frage im Vordergrund: Wie kann KI uns dabei helfen, den sich wandelnden Anforderungen der Branche gerecht zu werden?

Die ITB ist ein Forum für Dialog, Innovation und Zukunftsorientierung. Daher freue ich mich besonders, an einer interaktiven Podiumsdiskussion teilzunehmen, in der es darum ging, wie KI-gesteuerte Synthetic Personas neue Möglichkeiten für die Reise- und Hotelbranche eröffnen.

Für alle, die sich mit Synthetic Personas noch etwas „fremdeln“: Diese digitalen Zwillinge schließen die Lücke zwischen Erkenntnissen und intelligenteren Entscheidungen und fungieren wie eine rund um die Uhr verfügbare Kristallkugel für Kundenwissen. Sie werden mit Echtzeitdaten trainiert und sind längst kein futuristisches Konzept mehr. Die Gespräche auf der Veranstaltung zeigten, dass erste Travel- und Hospitality-Brands diese Technologie bereits einsetzen und einen klaren geschäftlichen Nutzen darin sehen.

Hier sind einige Praxisbeispiele für konkrete Nutzen:

Vorausschauende Validierung

Gästeerwartungen sind der Motor des modernen Gastgewerbes; Feedback hilft dabei, Vorlieben und ungedeckte Bedürfnisse zu verstehen. KI ermöglicht heute schnellere und präzisere Entscheidungen, die weit über traditionelle Umfragen hinausgehen. Hotels können beispielsweise Personas erstellen, die per Mausklick sofortige Einblicke liefern. So lassen sich generationenspezifische, kulturelle und finanzielle Präferenzen in einem Ausmaß analysieren, das früher unvorstellbar war.

Nahtlose Erlebnisse

KI-Personas ermöglichen personalisiertes Marketing, intelligentere Landingpages und Treueprogramme, die die Bindung zu aktuellen und zukünftigen Gästen stärken. Sie liefern detaillierte Erkenntnisse darüber, wie Zielgruppen suchen und entdecken. Reisende filtern heute nicht mehr nur nach Datum und Verfügbarkeit, sondern nach spezifischen Details wie beheizten Pools, Tagungsräumen mit Tageslicht oder nachhaltiger Ausstattung. Ein weiterer vielversprechender Anwendungsbereich ist die Aus- und Weiterbildung von Personal.

Kreative Innovation

KI wird oft mit dem Bild seelenloser Maschinen assoziiert, denen es an Fantasie mangelt. Das ändert sich gerade: KI-Personas verfügen mittlerweile durchaus über eine kreative Intelligenz, die man als „Creative 2.0“ bezeichnen könnte. Der Vorteil für Travel & Hospitality liegt darin, frische Impulse für die gesamte Guest Journey zu setzen.

Einmal mit einer individuellen Persönlichkeit konfiguriert, können synthetische Personas neue Konzepte für Begrüßung und Verabschiedung, Unterhaltung vor Ort, Eventformate oder sogar die Präsentation von Speisen und Getränken generieren. Zudem helfen sie dabei, Produkte und Dienstleistungen exakt auf das jeweilige Zielprofil zuzuschneiden. Wenn das Erlebnisdesign vom Lebensstil der Gäste geleitet wird, wirkt jede Phase der Reise durchdacht und genau auf das abgestimmt, was der Gast schätzt.

Die Reise- und Hotelbranche steht vor komplexen gemeinsamen Herausforderungen. Doch Synthetic Personas markieren einen wichtigen Wegpunkt: Weg vom touristischen Bauchgefühl, hin zu fundiertem Wissen. Sie geben einen praxisnahen Weg in die Zukunft, während Early Adopter bereits heute beweisen, dass tiefes Kundenverständnis schneller, präziser und kostengünstiger erzielt werden kann.


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KI ist der Luxus für alle: Premiummarken müssen Generationen differenziert ansprechen  

Wie die Akzeptanz in allen Altersgruppen zunimmt.

Luxusmarken machen im Jahr 2026 einen großen Fehler, wenn sie annehmen, dass KI nur für jüngere Kunden relevant ist. In Wirklichkeit verändert die KI das Verbraucherverhalten aller Generationen, auch wenn ihr Einfluss je nach Altersgruppe unterschiedlich ist. Marken müssen daher mit diesen Veränderungen Schritt halten, um relevant zu bleiben.

Seit 2018 untersuchen wir die Auswirkungen von KI auf Luxusmarken im Rahmen unserer zweijährlichen „Premium and Luxury Study“. In jeder Erhebung wird eine repräsentative Stichprobe von 1.000 deutschen Verbrauchern, von der Generation Z bis zu den Baby-Boomern, befragt, die regelmäßig oder gelegentlich Premium- und Luxusprodukte kaufen.

Unser Ziel ist es, herauszufinden, wie Werte und Einstellungen der verschiedenen Generationen das Kaufverhalten und die Kaufentscheidungen bei hochwertigen Produkten beeinflussen. Hier sind einige unserer Ergebnisse aus der diesjährigen Studie.

Suchverhalten nach Generationen

Die Suchgewohnheiten unterscheiden sich stark zwischen den Generationen. Google ist immer noch fest in der Hand der Baby-Boomer und wird von 67% der Befragten in dieser Gruppe als sehr wichtig oder wichtig angesehen, verglichen mit nur 41% der Gen Z.  Im Gegensatz dazu nutzen 54% der Gen Z soziale Medien für die Produktsuche, verglichen mit nur 29% der Baby-Boomer.

Millennials (40%) nutzen Einzelhandelsplattformen wie Mytheresa und Net-a-Porter für Kaufentscheidungen, verglichen mit der Gen Z (34%) und der Gen X (38%).

KI als bequeme Suchalternative

Die Verbreitung von KI macht das Einkaufen viel einfacher, da das Bedürfnis nach Geschwindigkeit, Leichtigkeit und Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund steht. 78% der Befragten nutzen KI regelmäßig oder täglich, im Vergleich zu 73% im Jahr 2024. 52% über alle Generationen sind der Meinung, dass KI ihr Leben in Zukunft bereichern wird.

64% der Generation X und 61% der Baby-Boomer geben an, dass sie die Entwicklungen aktiv verfolgen und sich über KI informieren, verglichen mit nur 51% der Generation Z. Ein Grund für diese Antwort könnte sein, dass die Generation Z KI intuitiver nutzt. Im Gegensatz dazu haben die älteren Generationen das Bedürfnis, sich weiterzubilden, um mit den neuen Trends Schritt zu halten.

Bequemlichkeit ist über alle Generationen hinweg ein großer Faktor, wobei die rasche Einführung von KI vor allem bei den älteren Generationen zur Vereinfachung von z.B.  Formularen und Prozessen genutzt wird. Überraschenderweise legen die Baby-Boomer (49,5%) mehr Wert darauf als die Gen Z (44,5%).

KI-Suche aus Bequemlichkeit spielt in allen Phasen des Kaufzyklus eine wichtige Rolle, von der Inspiration über die Suche bis hin zur Entscheidungsfindung, und holt zu den traditionellen Tools auf. Während die Verbraucher immer noch auf vertraute Kanäle wie Markenwebsites (54%), Google-Suche (55%) und soziale Medien (45%) zurückgreifen, haben wir eine wachsende Akzeptanz von KI festgestellt: 44% nutzen regelmäßig Google KI und 45% wenden sich an Plattformen wie ChatGPT und Perplexity. Wenn man bedenkt, dass Suchmaschinen seit mehr als 15 Jahren dominieren, unterstreicht dieser geringe Abstand von 10% das bemerkenswerte Tempo, mit dem KI an Boden gewinnt.

Vertrauensaufbau bei Käufern

Vertrauen spielt im Verbraucherverhalten eine große Rolle. Auf die Frage, welche Kanäle für die Inspiration, die Recherche und den Vergleich sowie die Kaufentscheidung am wichtigsten sind, zeigten die Baby-Boomer das größte Vertrauen in offizielle Markenwebsites, die mehr als 60% als wichtig erachten. Im Gegensatz dazu steht die Gen Z offiziellen Kanälen mit weniger als 50% eher skeptisch gegenüber und bevorzugt dezentrale Informationen auf sozialen Plattformen.

Wenn es darum geht, einen KI-Agenten eine Kaufentscheidung treffen zu lassen, zeigt sich über alle Generationen hinweg eine relevante Offenheit: Generation Z (41,5%) und Millennials (42%) liegen nahezu gleichauf und selbst bei den Baby-Boomern signalisiert rund jeder Dritte (32%) Bereitschaft.

Ebenso vertrauen 43% der Befragten KI-Systemen bei der Entscheidungsfindung oder beim Erledigen von Aufgaben (z. B. im Arbeitsalltag) und ein leichter Anstieg gegenüber 41% im Jahr 2024. Bei den jüngeren Generationen liegt die Zustimmung bei 42%, bei den Baby-Boomern bei 27%.

Beide Punkte signalisieren eine gewisse Zurückhaltung, aber auch ein wachsendes Interesse bei älteren Menschen, was sich auf die Marken auswirkt.

Seit unserer Umfrage im Jahr 2024 sind die Datenschutzbedenken im Zusammenhang mit KI über alle Altersgruppen hinweg von 51% auf 45% zurückgegangen. Bei der Frage nach ethischen Bedenken in Bezug auf KI sind Millennials am wenigsten besorgt (31%), gefolgt von Gen Z (42%), Gen X (42%) und Baby-Boomern (45%).

Eine wichtige Lektion: Marken müssen KI für personalisierte Inspiration nutzen, ohne dabei die Privatsphäre zu gefährden. Es ist auch wichtig, ethische und datenschutzrechtliche Bedenken proaktiv anzugehen, denn Vertrauen bleibt ein wichtiger Hebel für die Markenführung.

Zukunftssicherer Luxus

Unsere Analyse zeigt, dass das eigentliche Risiko nicht darin besteht, KI zu übersehen, sondern fälschlicherweise anzunehmen, ihre Auswirkungen beschränkten sich auf jüngere Konsumenten. Die Konsequenz für Premiummarken ist, dass sie es sich nicht leisten können, die universellen Auswirkungen der KI zu ignorieren.  Ebenso müssen sie die Unterschiede zwischen den Generationen berücksichtigen, um blinde Flecken zu vermeiden. Denn die Betrachtung der KI-Einführung durch die Brille einer einzigen Generation führt zu einem eingeschränkten Verständnis dafür, wie andere Generationen denken und Technologie nutzen.

Mit dem rasanten Anstieg der KI-gestützten Suche wird die generative Suchmaschinenoptimierung (GEO) zu einem wichtigen Treiber für den Traffic und die Sichtbarkeit von Marken. Dies wird sich darauf auswirken, wie Luxusmarken auf den Plattformen auftauchen, sich differenzieren und bei den Zielgruppen über alle Generationen hinweg Anklang finden.


Abschließende Gedanken

In der Praxis müssen sich Luxusmarken auch voll und ganz dafür einsetzen, KI in die Customer Journey zu integrieren, von der Inspiration bis hin zur finalen Kaufentscheidung im Warenkorb. Das bedeutet, dass kundenorientierte KI-basierte Arbeitsabläufe auch für Serviceerlebnisse sorgfältig konzipiert werden müssen.

Die Frage ist nicht mehr, ob KI die Entscheidungen der Verbraucher beeinflussen wird, sondern wie Marken sie integrieren werden, um zu inspirieren, Kunden einzubinden und eine dauerhafte Loyalität aufzubauen.  

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Beyond NEO Luxury: Wie Premiummarken sich auf radikale Veränderungen vorbereiten können 

Luxusmarken brauchen renditeorientierte Wachstumsstrategien – sei es durch besonders gelungene Anpassung an veränderte Konsumentenhaltungen, den Einsatz neuer Technologien, zuvorderst AI oder die Erschließung neuer Märkte. Eines ist und bleibt sicher: Weitsicht und Kreativität in Verbindung mit operativer Exzellenz sind entscheidend, um an der Spitze zu bleiben.

Prophet-Partner Jörg Meurer berät Luxusmarken seit fast zwei Jahrzehnten. In diesem Interview befassen wir uns mit dem Konzept von NEO Luxury und stellen uns die Frage: Wie geht es weiter?

Prophet beschäftigt sich seit mehr als fünf Jahren mit dem Konzept von NEO Luxury. Was bedeutet das?

Auch Marken im Top-Segment des Marktes sind es inzwischen gewohnt, mit großen Veränderungen umzugehen – zuletzt mit der rasanten Einführung von KI. Das bedeutet, dass sie ständig am Ball bleiben müssen, wenn es darum geht, bestehende und zukünftige Verbraucher anzusprechen, ihre Märkte zu verstehen und Innovationen in Gewinne umzuwandeln.

Bisher lässt sich die Entwicklung der Luxusbranche in drei Phasen einteilen: Erstens „Classic Luxury“, bei dem Exklusivität, Besitz und Handwerkskunst im Vordergrund standen, mit streng kontrolliertem Vertrieb und einem – sagen wir mal – eher elitären Publikum. Zweitens „New Luxury“, eine Verlagerung hin zu Erlebnissen, Personalisierung und emotionaler Bindung, wodurch Luxus zugänglicher und lifestyleorientierter wurde.

Im Jahr 2019 veröffentlichten wir gemeinsam mit Dr. Julia Riedmeier, renommierte Luxusexpertin und Gründerin von Code \ Luxe, und mit Unterstützung von Petra-Anna-Herhoffer, Inhaberin von INLUX, eine Studie, die den Wandel hin zum NEO Luxus erstmals benannte. Dabei untersuchten wir Schlüsselthemen wie Nachhaltigkeit, „Purpose” und Innovation, die Akzeptanz der Digitalisierung, Co-Creation, Sharing-Modelle und bewussten Konsum – und daraus entstand das Konzept von NEO Luxury als dritter Entwicklungsstufe des Luxus.

Mit Blick auf das Jahr 2026 ff. lautet die große Frage für Luxus- und Premiummarken: Was kommt nach NEO Luxury?

Wie können Markenführer überhaupt beginnen zu antizipieren, was nach NEO Luxury kommt?

Eines ist klar: Die Antwort ist natürlich deutlich komplexer, als einfach ChatGPT zu fragen – aber ja, wir haben uns genau das getraut und ganz bewusst KI genutzt, um erste Hypothesen zu entwickeln, auf die wir werden aufbauen können.

Konkret haben wir ein Custom GPT aufgesetzt, aber auch Anwendungen aus unserem Prophet-AI Accelerator Netzwerk verwendet, hier insb. Quilt, um zwei plausible Szenarien für die Zukunft von Luxus zu generieren. Wir wollten, dass jedes Szenario auf dezidierten „Signalen“ bzw. Indikatoren basiert, aber auch durchaus mutige Denkrichtungen berücksichtigt. Diese Szenarien sollten natürlich nicht ungeprüft genutzt werden; daher haben wir sie einer ersten kritischen Prüfung unterzogen, um ihre zugrunde liegenden Annahmen, kulturellen Implikationen und potenziellen Auswirkungen auf das Geschäft zu bewerten.

Was waren die potenziellen Zukunftsszenarien für Luxusgüter, die das GPT-Modell hervorbrachte?

Eines vorweg: Wir haben kuratiert, was uns KI als Inspiration gegeben hat. Und so sollte man meiner Überzeugung KI in solchen Themenstellungen auch einsetzen. Als Inspiration, die den Pflock schon mal ein gutes Stück weiter einschlägt, als man das selber getan hätte, aber dann braucht es von dort auch saubere Einordnung und Weiterdenken.

Aber kommen wir zu den Szenarien:

Conscious Culture Luxury

Bis 2028 könnte es bei Luxus weniger denn je um Besitz und mehr um kulturelle und emotionale Intelligenz gehen. Leitidee dieses Szenarios: Vom achtsamen Ich zum kulturell verbundenen Wir. Und damit eine fast logische Weiterführung von NEO Luxus aus der Individualität hin zu einem kollektiven Verständnis. Marken werden zu „Curators of Meaning ” und bieten Räume für Reflexion und kulturellen Austausch. Auch das ist eine durchaus logische Weiterführung des aktuellen Sinn-Luxus.

Zentrale Themen eines solchen Luxus-Verständnisses:

  • Cultural Fluency as Prestige: Status entsteht durch kulturelle Souveränität – Verstehen statt Besitzen.
  • Emotional Literacy: Luxusangebote werden zu Reflexionsräumen („psychological sanctuaries“ statt Resorts).
  • Circular Culture: Sharing & 2nd-Life nicht nur materiell, sondern kulturell – Wissen und Erlebnisse werden „zirkuliert“. 
  • Slow Tech: Technologie als Filter, nicht als Feature; Digitalität dient der Entschleunigung und Verbindung.

Und prägende Trends gehen z.B. in die Richtung: Cultural Travel, Hybrid Craft (Handwerk + KI), Psychological Wellbeing, AI as Soul Interface.

Neo-Human-Luxury

Angesichts des rasanten technologischen Fortschritts könnte sich Luxus auf eine geschäftliche Meta-Ebene bewegen. Nach Achtsamkeit und Sinn rückt die Würde des Menschseins in den Fokus. Technologie wird zu einem humanistischen Werkzeug.

Kernthemen wären hier z.B.:

  • Bio-Luxury: Integration von HealthTech, Longevity und Neuroscience als neue Form des „geistigen Wohlstands“.
  • Ethical Excellence: Unternehmen werden zu transparenten Organismen; Lieferketten sind öffentlich sichtbar und auditierbar.
  • Quiet AI: Künstliche Intelligenz wird zu einem unsichtbaren Partner für Empathie – Algorithmen, die Verstehen lernen statt Verkaufen.
  • Post-Possession Economy: Luxus als temporäre Transformation statt Eigentum – Erlebnis, Erkenntnis, Erleuchtung.

Ein solcher NEO Human Luxury wirkt zugegeben etwas dystopisch, aber Luxus hat sich immer schon aus Verknappung aber ebenso aus einer Überhöhung definiert. Denkt man das weiter, erscheint das Konzept schon deutlich wahrscheinlicher.  

Luxury Quantum

Es gab ein drittes Szenario, zugegeben mutig und disruptiv. Dessen Leitidee: Der erste Meta-Luxus zwischen Realität, Virtuosität und Virtualität. Hier ist die Grenze fließend zwischen „schönen Worten mit fraglicher Sustanz“ und etwas wirklich Großem. Nicht umsonst nimmt dieses Szenario Anleihen im Metaverse, das zumindest in seiner Ursprungsidee gescheitert ist. Aber wissen wir, was geschieht, wenn tatsächlich eine AGI erfunden wird? Wir nehmen dieses Szenario daher zur Kenntnis und werden daran weiterdenken und -arbeiten.    

Zurück in der Gegenwart: Worüber sollten Premium-Marken derzeit nachdenken?

Sechs Jahre, nachdem wir den Begriff NEO Luxury geprägt haben, sind die oben aufgeführten Szenarien nur der Anfang einer Zukunftsvision zu diesem Thema, die sich im Laufe der nächsten ein oder zwei Jahre sicher konkretisieren wird.

In naher Zukunft müssen Luxusmarken mehr denn je ein Gleichgewicht zwischen identitätsbildender Tradition und einer geradezu schwindelig machenden Innovationsgeschwindigkeit finden. Und nur weil wir hier über das Luxus-Konzept der Zukunft sprechen, heißt das nicht, dass die Luxus-Konzepte der Vergangenheit, Besitz- und Erlebnisluxus, ausgedient haben. Ganz im Gegenteil. Sie existieren parallel – über Zielgruppen und Ländermärkte hinweg. Für Luxusmarken bedeutet das ein „Multi Approach“-Management. 

Daher finde ich auch, dass Luxus-Management noch nie so spannend und gleichzeitig herausfordernd war wie jetzt.


Abschließende Überlegungen

Die Zukunft des Luxus erfordert Mut, Weitsicht und klare Strategien. Wir helfen Ihnen, diese Vision in konkrete Maßnahmen umzusetzen – damit Ihre Marke die nächste Ära aktiv gestaltet. Sprechen Sie uns an.  

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Klarheit: Der stille Impulsgeber für Wachstum

Wie strategische Führung Sicherheit statt Spekulation schafft.

Unternehmen, die dauerhaft überdurchschnittlich erfolgreich sind, haben eines gemeinsam: Sie handeln mit Klarheit. Diese Klarheit ermöglicht es ihnen, Insights in präzise Strategien und unverwechselbare Kundenerlebnisse zu übersetzen – und ihre Unternehmenskultur auf eine gemeinsame Richtung auszurichten.

Von allen Faktoren, die Unternehmenswachstum antreiben, ist Klarheit einer der entscheidendsten – und zugleich einer der am meisten unterschätzten. Ohne Klarheit entstehen blinde Flecken, Entscheidungen geraten ins Stocken und das Wachstum verlangsamt sich.

Als Prophet  die Studie  Uncommon Growth for Uncommon Times veröffentlichte, war eine Botschaft besonders deutlich: Gewinner verlassen sich nicht auf Schlagworte. Sie schaffen Systeme mit Intention, welche Strategie, Menschen und Ergebnisse klar miteinander verbinden.

Klarheit bedeutet, die richtigen Perspektiven zu haben, um die zentralen Herausforderungen zu verstehen. Hier sind vier Beispiele, wie wir Führungsteams dabei unterstützt haben, das Ratespiel zu beenden und einen klaren Weg zum Wachstum einzuschlagen.

Klarheit durch Kunden-Insights 

Alles beginnt mit dem Verständnis der Kunden. Ohne fundierte Erkenntnisse fällt es Führungskräften schwer, Prioritäten richtig zu setzen und den besten Wachstumspfad zu wählen.

Ein führendes Konsumgüterunternehmen stand vor einem fragmentierten Markt und Unsicherheit über zukünftige Wachstumschancen. Wir schafften Klarheit, indem wir eine Demand-Landscape entwickelten, die Marktforschung, Segmentierung und die Analyse kultureller Trends kombinierte. So konnten wir konkrete Wachstumsfelder identifizieren und die Führungskräfte darauf ausrichten, wo sie aktiv werden sollten – und wie sie dort erfolgreich sein können.

Ähnlich erging es einer Premium-Marke für Haustiernahrung, die skalieren wollte, ohne ihre Authentizität zu verlieren. Durch die Aufdeckung der Motive hinter den Entscheidungen von Haustierhaltern und die Definition der wertvollsten Nachfragebereiche entwickelten wir eine einheitliche Strategie, die Innovation, Vertriebskanäle und Kundenerlebnisse leitete.

Das Ergebnis: Die Führungsteams verstanden die wahre Dynamik ihrer Märkte und konnten klare, umsetzbare Insights nutzen, um Komplexität in Sicherheit zu verwandeln.

Innovation klar machen – und profitabel 

Die eigentliche Herausforderung für viele Führungskräfte ist nicht, Innovation zu starten, sondern sie nachhaltig zu machen und ihren Wert zu beweisen. Klarheit bedeutet, ein System zu schaffen, in dem Kreativität verlässlich in messbaren Geschäftserfolg mündet.

Ein globaler Industriekonzern wollte über inkrementelle Produktentwicklung hinausgehen und eine dauerhafte Differenzierung schaffen. Wir entwickelten eine Innovations-Engine, die ungenutzte Kundenbedürfnisse identifizierte, ein Portfolio von Wachstumsinitiativen definierte und ein Framework für das Testen und Skalieren neuer Ideen etablierte.

Durch die Verankerung von Innovation als Kernkompetenz konnte das Unternehmen neue Angebote schneller finanzieren, entwickeln und auf den Markt bringen.

Klarheit im Markenportfolio: Jede Marke muss wirken

Wenn Kategorien verschwimmen und Portfolios wachsen, fehlt oft der Überblick, welche Marken echten Wert schaffen – und für wen. Ohne dieses Wissen zerstreuen sich Investitionen und Kundenerlebnisse werden inkonsistent.

Wir halfen einer Hotelgruppe, Markenüberschneidungen und uneinheitliche Gästeerlebnisse zu überwinden, indem wir hochwertige Gästesegmente definierten, die Rollen der Marken präzisierten und eine Loyalty-Roadmap entwickelten, die Investitionen und Experience Design im gesamten Portfolio steuerte.

In einem anderen Fall brauchte ein globales Konsumgüterunternehmen mehr Fokus für sein wachsendes Portfolio. Unsere Demand-Space-Analyse definierte die Rolle und Zielgruppe jeder Marke und lieferte eine Roadmap, die Marketing-, Innovations- und Vertriebsteams vereinte.

Klarheit in der Kultur: Organisationen verbinden

Hinter jeder erfolgreichen Transformation steht eine Konstante: Klarheit über die Verhaltensweisen und Überzeugungen, die Menschen hinter einer gemeinsamen Kultur vereinen.

Ein schnell wachsender Anbieter von pharmazeutischen Dienstleistungen expandierte weltweit und wollte seine unternehmerische Energie bewahren, während er effizient skalierte. Prophet entwickelte gemeinsam mit dem Führungsteam ein Kultur-Framework, das Werte, Verhaltensweisen und Rituale definierte, die Mitarbeiter mit dem Unternehmenszweck verbinden.

Durch Co-Creation und Leadership-Aktivierung wurden diese Verhaltensweisen in den Arbeitsalltag integriert – und Kultur wurde zum Katalysator für Leistung und Wachstum.


ABSCHLIEßENDE ÜBERLEGUNGEN

Trotz anhaltender Disruption ist die CEO-Agenda klarer denn je. Führungskräfte konzentrieren sich auf einige zentrale Prioritäten: Kunden auf tiefere und umfassendere Weise verstehen, Innovation in den Alltag integrieren, Markenwert maximieren und Kulturen gestalten, die mit klarer Intention agieren.

Unsere Erfahrung zeigt: Klarheit ist nicht nur eine Führungsfähigkeit, sondern ein eng vernetztes Wachstumssystem, das Ambitionen in nachhaltigen Erfolg verwandelt.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie das Ratespiel aus Ihrer strategischen Führung entfernen, sprechen Sie uns gerne an.

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Prophet lädt ein zu „Talking Tacheles“ – ein offener Dialog über KI und Experience Design 

Dialog auf Augenhöhe. Echte Transformation. Talking Tacheles zeigt, wie KI unsere Art zu verbinden verändert.

Im Rahmen der jährlichen Veranstaltung „Talking Tacheles“ versammelten sich Führungskräfte aus ganz Deutschland im Berliner Büro von Prophet, um über die Chancen und Herausforderungen von künstlicher Intelligenz zu diskutieren – und darüber, wie KI die Erfahrungen von Mitarbeitenden, Marken und Kundinnen und Kunden nachhaltig verändern kann.

Der Name „Tacheles“ steht für einen offenen, interdisziplinären Austausch und verweist zugleich auf die Lage des Prophet-Büros direkt neben dem historischen Tacheles-Gebäude – einst ein Symbol für Kreativität, Wandel und Neuanfang nach der Wiedervereinigung. Obwohl KI das zentrale Thema des Abends war, entwickelte sich das Gespräch organisch und berührte viele angrenzende Bereiche.

KI – Chancen und Risiken: Erfahrungen neu denken in einer dynamischen Welt 

Während sich viele Diskussionen rund um KI auf technische Aspekte, Effizienzsteigerung und Kostenreduktion fokussieren, lohnt sich ein Perspektivwechsel: Welchen echten Mehrwert kann KI für den Menschen schaffen?   

Die Geschichte zeigt, wie technologische Umbrüche ganze Branchen transformieren können – etwa die Einführung von Touchscreens im Jahr 2007. Auch KI verändert heute grundlegend, wie wir arbeiten, kommunizieren und Marken erleben.

Wir können mit Zuversicht davon ausgehen, dass sich bis 2030 keine Kunden-, Marken- oder Mitarbeitererfahrung mehr so anfühlen wird wie heute. Dieser kurze Zeitraum erfordert einen grundlegenden Perspektivwechsel: Weg von der Vorstellung, KI sei nur ein Werkzeug – hin zu ihrer Rolle als Katalysator für die Neugestaltung menschenzentrierter Erlebnisse. 

Die Frage lautet daher: Wie können wir Kunden-, Marken- und Mitarbeitererfahrungen zu ganzheitlichen Erlebnissen verweben, die einen echten Mehrwert schaffen, Beziehungen stärken und neue Wege für Wachstum eröffnen?

Drei zentrale Handlungsfelder für Führungskräfte: 

1. Mitarbeitererfahrung: Menschliches Potenzial entfalten 

KI unterstützt bereits heute Mitarbeitende – von automatisierten E-Mail-Antworten bis hin zu Robotik in Produktionsumgebungen. Sie übernimmt repetitive oder gefährliche Aufgaben und schafft Raum für Kreativität und strategisches Denken.

Wichtig ist, KI als Partner zu begreifen, nicht als Ersatz. Unternehmen müssen ihre Weiterbildungsstrategien überdenken, damit Mitarbeitende erfolgreich mit intelligenten Systemen zusammenarbeiten können. Markenerlebnis: Sich in einer Welt der Gleichförmigkeit abheben.  

2. Markenerlebnis: Differenzierung in einer Welt der Gleichförmigkeit 

Mit der breiten Verfügbarkeit von KI-Tools wird es zunehmend schwieriger, sich abzuheben. Selbst digitale Marken kämpfen um Sichtbarkeit, da Nutzerinnen und Nutzer sich von klassischen Suchmaschinen abwenden und neue, KI-gestützte Plattformen nutzen.

Marken, die nicht nur ihre Produkte, sondern auch ihre Erlebnisse mit echtem Mehrwert versehen, werden sich abheben. Die Herausforderung liegt darin, in einer Welt mit gleichen technologischen Voraussetzungen unverwechselbar zu bleiben. 

3. Kundenerlebnis: Die Relevanz behalten 

Eine der am häufigsten übersehenen Herausforderungen im Bereich Kundenerfahrung ist der Verlust der Kontrolle an kritischen Kontaktpunkten, insbesondere in Bereichen wie der Lieferung auf der letzten Meile und dem Kundendienst nach dem Kauf.

Al kann zwar die Logistik, Personalisierung und den Support optimieren, aber das allein reicht nicht aus. Marken müssen strukturell investieren, um sicherzustellen, dass sie die gesamte Customer Journey abdecken. Das bedeutet, über die Transaktion hinauszuschauen und jeden Schritt, vom Kauf über die Lieferung bis zur Rückgabe, als nahtloses, zuverlässiges und zufriedenstellendes Erlebnis zu gestalten.  

Von FOMO zur Strategie 

Viele Führungskräfte äußern Unsicherheit: „Ich weiß nicht, wie meine Marke, meine Kunden oder meine Mitarbeitenden im Jahr 2030 aussehen werden. Ich habe nur FOMO.“

Unser Rat: Keine kurzfristigen Trends jagen, sondern eine klare, langfristige Strategie entwickeln – basierend auf Experience Design, technologischer Infrastruktur und nachhaltigem Mehrwert.

Wie Thomas Edison einst sagte: „Die Erfindung der Glühbirne war nur ein Zirkustrick. Was die Menschheit wirklich vorangebracht hat, war die Einführung von Elektrizität in jedem Haushalt, jedem Arbeitsplatz und jeder Schule.“


ABSCHLIEßENDE ÜBERLEGUNGEN

Sind Sie ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland und möchten mehr über die „Talking Tacheles“-Veranstaltungen von Prophet erfahren oder Ihre KI-Strategie neu ausrichten?

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Neue Perspektiven der Bauzulieferindustrie 2025: Was bleibt, was kommt?

Mit den „Perspektiven Bauzulieferindustrie“ benennen wir jährlich die zentralen Themen der Branche. Zum Jahresbeginn 2025 waren dies unter anderem Wohnungsneubau, Bauen im Bestand, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Serviceorientierung sowie politische Rahmenbedingungen und Fachkräftemangel.

Neun Monate später, im Herbst 2025, blicken wir nun zurück, um zu sehen, was sich bestätigt hat, wo Abweichungen bestehen und welche Implikationen daraus für strategische Führung folgen. Wir berücksichtigen dabei auch die Initiativen und Programme der neuen Regierung (z.B. Wohnungsneubau-Turbo, neue Förderungsprogramme, Investitionsprogramme).

Das Ergebnis ist eindeutig: Die zum Teil disruptiven Veränderungen in Marktstrukturen, in Technologie, bei Kunden und Fachkräften sowie in der Regulatorik erfordern eine kraftvolle Antwort von Unternehmen.

Für CEOs und Vorstandsteams heißt das: Nicht Festhalten an Wunschvorstellungen, sondern konsequente Anpassung. Strategische Investitionen in Bestands- und Servicegeschäft, digitale Reife, regulatorisches Management und Innovationsfähigkeit sind keine Nice-to-haves, sondern überlebenswichtig. Wer diese Dimensionen früh und ganzheitlich angeht, wird aus der Phase der Trendwende gestärkt hervorgehen – wer wartet, verliert an Boden.

Was hat sich seit Jahresbeginn verändert – und wo braucht es Anpassungen für die Agenda 2026? Hier einige Auszüge unserer Analysen:

Wohnungsneubau: Weiterhin Talfahrt, wenngleich erste Lichtblicke bei Genehmigungen

Der Wohnungsneubau in Deutschland bleibt auch im Jahr 2025 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Bautätigkeit erreicht ein neues Tief, und es droht ein massiver Rückgang bei der Zahl neu entstehender Wohnungen – im ungünstigsten Fall könnten es nur rund 175.000 sein. Das liegt weit unter dem tatsächlichen Bedarf und verschärft die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt.

Ein vager Hoffnungsschimmer mag ein leichtes Plus bei Baugenehmigungen (z. B. im Juli 2025 gegenüber Vorjahr) sein. Ob und welchen Effekt dies auf die Fertigstellungen haben wird, wird sich in den Folgejahren zeigen. Aufwendige Planungs- und Genehmigungsverfahren bleiben weiterhin ein zentraler Engpass. 

Infolgedessen rücken Themen wie Bauen im Bestand sowie Wartung, Nachrüstung und Service weiter in den Fokus von Herstellern. Für viele sind diese Segmente mittlerweile wesentliche Hebel, die Nachfrage kurzfristig zu stabilisieren. Unsere unterjährigen Gespräche, u.a. im diesjährigen Kompetenzprojekt ‘Bauen im Bestand’ unterstreichen diese Erkenntnis.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Zwischen langsamer Adoption und Regulatorik  

Die Bauindustrie in Deutschland steckt in einem „Digital- und ESG-Dilemma“: Wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit und ESG-Berichterstattung, verbunden mit hohen bürokratischen Anforderungen treffen auf begrenzte digitale Reife in vielen Unternehmen. 

Während regulatorische Anforderungen und Transformationserwartungen (z. B. klimaneutraler Gebäudebestand bis 2045) wachsen, haben viele Firmen weiterhin Schwierigkeiten, die Mehrkosten in Produkten oder Projekten am Markt durchzusetzen. Förderpolitische Lücken und Unsicherheit über langfristige Kosten (z. B. Strompreise, Materialkosten) hemmen Investitionen.

Ergänzend dazu verfestigt sich die Erkenntnis, dass die Bauindustrie in Deutschland einen Wettbewerbsnachteil bei der Digitalisierung und im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) hat. Viele Unternehmen haben die Bedeutung digitaler Tools erkannt – doch tiefe Prozessintegration (z. B. durchgängige digitale Supply Chains, KI-basierte Produktion, ERP-Systeme) sind bislang selten. Die Prognosen zum Jahreswechsel 2025 haben die Geschwindigkeit, mit der die Digitalisierung und die Anwendung von KI wirksam werden, überschätzt. Deutschland hinkt im europäischen Vergleich hinterher.

Fachkräftemangel und Servicegeschäft: Verstärkter Druck, strategische Antworten  

Die meisten Studien bestätigen, dass der Fachkräftemangel nicht nur an Intensität gewonnen hat, sondern branchenweit zu einem limitierenden Faktor geworden ist. Bauunternehmen beginnen bereits ihre Personalkapazitäten zu reduzieren oder Umstrukturierungen vorzunehmen, weil Projekte nicht mit verfügbaren Fachkräften umgesetzt werden können. Prefabrication und serielle Modularität gewinnen weiter an Bedeutung.

Implikationen für strategische Führung  

In diesem Kontext sehen wir drei Handlungsfelder:

1. Schärfung Portfoliostrategie mit starkem Fokus auf Bauen im Bestand und Servicegeschäftsmodelle  

Kritische Überprüfung der Produkt- und Geschäftsfelder: Neubau wird in den kommenden Jahren kaum Entlastung bieten. Deshalb sollten Hersteller verstärkt in das ‘Bauen im Bestand’ investieren – energetische Sanierungen, Modernisierung, Revitalisierung etc. Gleichzeitig gilt es, das Servicegeschäft auszubauen, um an wiederkehrenden Umsätzen aus Service, Wartung oder Upgrades zu partizipieren.

2. Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie Regulatorik als Wettbewerbsfaktor 

Man kann es nicht häufig genug wiederholen: Konsequente Digitalisierung, datengetriebene Geschäftsmodelle und Prozesse sowie Anwendung künstlicher Intelligenz müssen Kernkompetenz der Hersteller werden. Schon heute unterscheiden sich Hersteller durch ihre Geschwindigkeit und Tiefe beim Einsatz von zum Beispiel ERP-Systemen, digitaler Auftragsvergabe und Prozessautomatisierung. Ein weiterer Wettbewerbsfaktor wird die Fähigkeit, regulatorische Anforderungen strategisch zu managen und Fördermittel für sich selbst und Kunden zu nutzen.

3. Finanzielle Robustheit und Innovation als Absicherung gegen Unsicherheit

In einer Zeit steigender Kosten und unsicherer Nachfrage gilt: Finanzielle Reserven, effiziente Kostenstrukturen und Innovationsfähigkeit sind entscheidend. Innovationsfelder wie kreislauffähige Materialien, modulare Bauweisen, digitale Planung und Fertigung bieten Potenzial und müssen mit Fokus aber auch mit Realitätssinn angegangen werden. Mögliche Skalierbarkeit von Lösungen und die Flexibilität der eigenen Organisation sind dabei nur zwei Aspekte, die es zu bedenken gilt.

Die Entwicklungen in der Bauzulieferindustrie bis Herbst 2025 zeigen, dass viele der früheren Einschätzungen korrekt waren – etwa die Krise im Neubau, die Bedeutung von Bestand und Service oder die Herausforderung durch ESG und Fachkräfte. Gleichzeitig zeichnen sich Abweichungen ab: Eine mögliche Erholung bei Baugenehmigungen, die langsamer voranschreitende Digitalisierung in operativen Prozessen und die Diskrepanz zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit bei Nachhaltigkeit.

Wir sind überzeugt, dass es konsequenter und kraftvoller Anpassungen der bestehenden Geschäftsmodelle bedarf: Strategische Investitionen in Bestands- und Servicegeschäft, digitale Reife und Innovationsfähigkeit sind drei Bereiche, die exemplarisch genannt sein sollen. Konsequentes und ganzheitliches Agieren und Verändern sind notwendig, um gestärkt und wettbewerbsfähig an der Trendwende zu partizipieren.


Abschließende Überlegungen

Die Botschaft ist eindeutig: Veränderung ist unerlässlich und frühzeitiges Handeln entscheidend. Wenn Sie Ihren nächsten strategischen Schritt planen, unterstützen wir Sie gerne. Kontaktieren Sie uns, um zu besprechen, wie Ihr Unternehmen mit Klarheit und Zuversicht reagieren kann.

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Marketing-Maturity im Zeitalter von Gen-AI – und wo steht die DACH-Region? 

Der Druck auf CMOs war noch nie so groß, denn die Erwartungen an marketinggetriebenes Unternehmenswachstum steigen stetig. Prophet stellte 2018 sein Marketing Maturity Model vor, um Marketing zu transformieren und Wachstum zu fördern. Im Jahr 2025 wurde das Modell aktualisiert, um CMOs bei der Navigation durch das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu unterstützen.

Das Modell kartiert Gen-AI-Fähigkeiten über acht Marketingfunktionen – von Kundensegmentierung bis Kampagnenorchestrierung – entlang drei Reifestufen. Gen-AI ermöglicht Hyperpersonalisierung, prädiktive Segmentierung und autonome Umsetzung, wodurch Marken schneller und intelligenter auf ihre Kund:innen zugeschnittene Botschaften entwickeln können. Gen-AI ist nicht nur ein Werkzeug, sondern ein transformativer Treiber für Leistung und Innovation im Marketing.

In unserer Beratungsarbeit sehen wir bereits zahlreiche Beispiele dafür, wie Gen-AI Marketingverantwortliche dazu befähigt, das Mögliche neu zu definieren – selbst in unsicheren Zeiten. Doch wie weit ist die DACH-Region laut unserem Marketing Maturity Model typischerweise entwickelt? Welche Chancen, Herausforderungen und Entwicklungen prägen hier den Wandel? Hier sind drei zentrale Strategien, mit denen CMOs Spannungen in Chancen verwandeln können: 

1. Wie weit sind wir jetzt? Gen-AI-Reifegrad in der DACH-Region verstehen.  

Unabhängig davon, ob Ihre Kundenbasis hauptsächlich national ist oder Sie auf globaler Ebene konkurrieren – es ist hilfreich zu verstehen, wie DACH-Organisationen im Allgemeinen aus Sicht der Marketing-Reife aufgestellt sind. Gerade im DACH-Raum zeigt sich ein deutlicher Aufholbedarf: In vielen Unternehmen ist Marketing traditionell weniger stark verankert als im angelsächsischen Raum. Die meisten Marketingfunktionen befinden sich noch in frühen Reifestufen – zwischen „Experimentieren“ und „Skalieren“. Strategisch integriertes, datengetriebenes Marketing auf den höchsten Reifestufen bleibt bislang die Ausnahme.

Im Kontext der Gen-AI-Adoption konzentrieren sich deutsche Unternehmen größtenteils auf Stufe 1 – erste Erkundungen und Experimente. Eine vollständige Integration oder Transformation ist bislang noch selten. “Autonomous Marketing” ist heute noch eher richtungsweisender Nordstern, aber nicht konkretes Etappenziel.

Wichtig ist hier sicher eine große Offenheit für die Breite möglicher Gen-AI-Lösungen von der Insight-Generierung, über Synthetic Personas bis hin zum Einsatz in Kreation und Content-Generierung. Um dann auch konsequent den nächsten Automatisierungsschritt mittels Agentic AI zu gehen, beispielsweise über ChatGPT Agent Builder oder ChatGPT Apps.

2. Maßnahmen freisetzen, die Wirkung entfalten 

Die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb ist in vielen deutschen Unternehmen – insbesondere im Mittelstand – noch nicht auf Augenhöhe. Gerade im Zeitalter der Gen-AI-getriebenen Transformation ist die Integration dieser beiden Funktionen entscheidend. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für die Modernisierung von Marketingfähigkeiten und -denkweisen.

Da Marketing zunehmend die Rolle eines Wachstumstreibers übernimmt, wird insbesondere im deutschen Kontext die Spannung zwischen Wachstum und Effizienz zur zentralen Herausforderung. Diese Spannung muss sich in jeder Gen-AI-getriebenen Weiterentwicklung der Marketingfunktion widerspiegeln. Es geht nicht nur um Automatisierung oder Kostensenkung – sondern darum, intelligenteres, schnelleres und wirkungsvolleres Wachstum zu ermöglichen. 

3. In Ihre Gen-AI-Roadmap investieren   

Dies führt zu einer entscheidenden Frage: Kann Gen-AI tatsächlich zum Unternehmenswachstum beitragen – durch bessere Insights, stärkere Kundenbindung und effizientere Neukundengewinnung? Wenn Marketing in Deutschland zu einem echten Wachstumstreiber werden soll, muss Gen-AI dieses Wachstum auf messbare und glaubwürdige Weise unterstützen.

Ein Beispiel wäre ein deutlicher Automatisierungs-Push bei Micro-Neukundenkampagnen oder auch deutlich stärker automatisierte Lead-Nurturing-Strecken.

Abschließend ist es bei der Entwicklung von Gen-AI Roadmaps entscheidend, dass diese nicht ausschließlich auf Technologie fokussieren. Sie müssen auch die Weiterentwicklung der Marketingfunktion selbst berücksichtigen – ihre Rolle, ihren Verantwortungsbereich und ihre Zusammenarbeit innerhalb der Organisation.

Training der Marketingteams und gleichzeitig die Einstellung von Gen-AI-Spezialisten bedeutet signifikante Investitionen, ist aber absolut unerläßlich, um bei der aktuell unglaublichen Entwicklungsgeschwindigkeit nicht abgehängt zu werden. 

Bitte klicken Sie HIER um auf das vollständige Marketing Maturity Model zuzugreifen.


Abschließende Überlegungen

Marketing steht am Scheideweg. Selten waren die Chancen so groß, die Herausforderungen ebenfalls. Gen-AI kann sich zum gewaltigen Game-Changer entwickeln und wenn die mit einem geänderten Rollenverständnis einhergeht – hin zum Growth Engine – dann steht er vor uns: der CMO der Zukunft.

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